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Weihnachtsmärkte NRW: Ideen für den Winterkurztrip

Nordrhein-Westfalen bietet im Winter eine dichte Auswahl an Weihnachtsmärkten, die sich ideal für einen Kurztrip kombinieren lassen. Von Köln bis Dortmund, von Aachen bis Münster: Hier sind konkrete…

Von der Redaktion · 22.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Weihnachtsmärkte NRW: Ideen für den Winterkurztrip

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, und das merkt man auch im Advent. Zwischen Rhein und Ruhr liegen gut ein Dutzend Großstädte, die alle eigene Weihnachtsmärkte betreiben. Das schafft eine ungewöhnlich günstige Ausgangslage für Reisende: Wer an einem Freitagnachmittag anreist und am Sonntag zurückfährt, kann problemlos zwei oder drei Märkte in unterschiedlichen Städten besuchen, ohne lange Strecken zurückzulegen. Köln und Bonn liegen gerade einmal 28 Kilometer auseinander, Dortmund und Essen trennen kaum 30 Kilometer Autobahnstrecke.

Köln: Sechs Märkte, eine Stadt

Köln ist der bekannteste Anlaufpunkt, und das nicht ohne Grund. Die Stadt betreibt gleich sechs offizielle Weihnachtsmärkte an verschiedenen Standorten. Der Klassiker direkt vor dem Dom zieht jedes Jahr über vier Millionen Besucher an, was ihn zu einem der meistbesuchten Märkte in Deutschland macht. Wer den Trubel scheut, fährt besser zum Markt am Rudolfplatz oder zum Neumarkt, wo die Besucherdichte deutlich geringer ist.

Ein konkreter Tipp für die Anreise: Der Kölner Hauptbahnhof liegt unmittelbar neben dem Dom, der ICE hält dort aus nahezu jeder deutschen Großstadt mehrmals täglich. Wer aus Frankfurt kommt, braucht knapp eine Stunde. Aus Berlin sind es mit dem ICE etwa vier Stunden. Für Übernachtungen lohnt der Blick auf Hotels in der Kölner Südstadt oder in Deutz, die günstigere Preise bieten als die Innenstadt und trotzdem fußläufig oder per Straßenbahn erreichbar sind.

Dortmund und das Ruhrgebiet

Dortmund beherbergt einen der größten Weihnachtsbäume der Welt. Der Baum auf dem Hansaplatz besteht tatsächlich aus rund 1.700 einzelnen Rottannen, die übereinander gestapelt werden und so eine Höhe von etwa 45 Metern erreichen. Das ist seit Jahren ein festes Merkmal des Marktes und für Kinder ein verlässliches Highlight.

Wer das Ruhrgebiet als Reiseziel wählt, kann Dortmund gut mit Bochum oder Essen kombinieren. Die Städte sind per S-Bahn miteinander verbunden, ein Tagesticket für den VRR-Verbundraum kostet für zwei Personen rund 40 Euro und deckt alle Fahrten an einem Tag ab. In Essen lohnt sich ein Abstecher zum Weihnachtsmarkt auf dem Kennedy- und Willy-Brandt-Platz, der sich über mehrere Straßenzüge erstreckt und einen eigenen Eispalast umfasst.

Aachen: Mittelalterkulisse und belgische Einflüsse

Aachen liegt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden, und das spürt man auf dem dortigen Weihnachtsmarkt. Viele Händler kommen aus den Nachbarländern, das Warenangebot unterscheidet sich spürbar von den üblichen deutschen Märkten. Der Markt rund um den Aachener Dom gilt als einer der stimmungsvollsten in Nordrhein-Westfalen, weil die mittelalterliche Bausubstanz des Stadtzentrums eine ungewöhnlich dichte Atmosphäre schafft.

Wer in Aachen übernachtet, sollte die Nähe zur belgischen Stadt Lüttich nutzen. Von Aachen sind es mit dem Zug knapp 40 Minuten, und auch Lüttich hat einen sehenswerten Weihnachtsmarkt. Das macht Aachen zu einem sinnvollen Ausgangspunkt für einen kleinen Dreiländer-Trip im Advent.

Münster und der Markt am Prinzipalmarkt

Münster hat einen anderen Charakter als die Ruhrgebietsstädte. Die Stadt ist ruhiger, studentisch geprägt und gilt als eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands. Der Weihnachtsmarkt am Prinzipalmarkt vor den historischen Giebelhäusern zählt regelmäßig zu den schönsten Märkten des Landes. Die Beleuchtung der Bürgerhäuser ist aufwendig gestaltet, und die Kombination aus Architektur und Marktbetrieb wirkt weniger kommerziell als in Köln oder Dortmund.

Für einen Kurztrip nach Münster empfiehlt sich die Anreise am Freitagabend nach der Arbeit. Münster hat einen IC-Bahnhof mit guten Verbindungen aus dem Ruhrgebiet und aus Hamburg. Wer ein Wochenende plant, kann Samstag und Sonntag für den Markt, das Stadtmuseum und die Fahrradtour durch die Altstadt nutzen.

Planung: Was wirklich wichtig ist

Wer mehrere Märkte in einem Kurztrip kombinieren möchte, findet auf Seiten wie Weihnachtsmärkte in NRW eine gute Übersicht über Öffnungszeiten und Standorte aller relevanten Märkte im Bundesland. Das spart Zeit bei der Recherche und verhindert den Frust, an einem Montag vor einem geschlossenen Markt zu stehen.

Einige Märkte in NRW öffnen erst am 27. November, andere bereits am dritten Adventswochenende und schließen dann früher. Das gilt besonders für Märkte in kleineren Städten wie Soest, Xanten oder Kleve, die abseits der großen Besucherströme laufen und oft nur an einzelnen Wochenenden stattfinden. Xanten etwa veranstaltet seinen Weihnachtsmarkt im archäologischen Park, was dem Markt einen ungewöhnlichen Charakter verleiht.

Empfohlene Routen im Überblick

  • Rheinschiene: Köln Freitagabend, Bonn Samstagvormittag, Aachen Samstagnachmittag und Sonntag
  • Ruhrgebiet: Dortmund Freitagabend, Bochum Samstagvormittag, Essen Samstagnachmittag
  • Westfalen: Münster als Hauptziel mit Tagesausflug nach Soest oder Osnabrück

Unterkunft und Budget

Hotels in den Innenstädten von Köln und Dortmund sind im Advent schnell ausgebucht. Wer nicht früh genug bucht, zahlt für ein Standardzimmer am Wochenende oft mehr als 150 Euro pro Nacht. Eine Alternative sind Ferienwohnungen am Stadtrand mit guter ÖPNV-Anbindung oder Unterkünfte in kleineren Nachbarstädten. Von Leverkusen nach Köln fährt man mit der S-Bahn etwa 25 Minuten, die Hotelpreise dort sind erheblich günstiger.

Für das Budget vor Ort gilt eine grobe Faustregel: Wer pro Person und Markttag mit 30 bis 40 Euro für Essen und Getränke rechnet, ist realistisch aufgestellt. Glühwein kostet in NRW je nach Markt zwischen 3,50 und 5,00 Euro, Pfand für den Becher kommt meist noch oben drauf. Wer sparen möchte, frühstückt im Hotel und kauft auf dem Markt nur Getränke und eine Kleinigkeit.

Nordrhein-Westfalen bietet im Advent eine Auswahl, die kein anderes Bundesland in dieser Dichte erreicht. Der entscheidende Vorteil für Kurzreisende ist die kurze Distanz zwischen den Städten. Wer zwei oder drei Tage hat und keine langen Anfahrten scheut, kann in einem einzigen Wochenende mehr verschiedene Märkte sehen als in vielen anderen Regionen in zwei Wochen.

Hinweis

Angaben zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Führungen und Anreise bitte immer bei der offiziellen Betreiberseite prüfen. Stammdaten stammen aus Wikidata und anderen offenen Quellen, Stand siehe Seite.